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Ganges - der heilige Fluss

Die Essenz des Ganges, „Mother Ganga“, wie die Inder sagen, ist eine fließende, weibliche, sanfte und überaus kraftvolle Energie. Sie gleicht Polaritäten aus und unterstützt uns bei Lebensumbrüchen und Tranformationsschritten. Wir können uns auf das Wesentliche konzentrieren und die Verbindung zwischen Innen und Außen herstellen und aufrecht erhalten.

„Ich öffne mich für die Transformation.“

Die Essenz des Ganges durfte ich im Dezember 2011 in Indien, am Fuße des Himalaya gewinnen. Ich besuchte dort einem Ashram in der Nähe der Stadt Rishikesh.
Der heilige Fluss Indiens bildet sich aus zwei mächtigen Zuflüssen, dem Sarasvati und dem Yamund. Sie entstehen aus dem Gletscherwasser der über 8000 m hohen Berge des Himalaya. Diese beiden schon sehr breiten, schnell fließenden Flüsse vereinigen sich bei dem Ort Davaprayan zu einem Fluss, der ab jetzt Ganges genannt wird. Durch tiefe Schluchten schlängelt er sich schäumend und reißend abwärts in die Ebene.
Die Berge sind bewaldet. Eine Straße führt oft hoch an den Schluchten entlang, mit vielen Brücken über die Seitentäler und erlaubt es, den Fluss auf seinem Weg zu begleiten. Dort wo der Ganges in die Ebene kommt, liegt eine tiefe Höhle, die Vashistha-Höhle, die von vielen Swamis oder heiligen Männern über Jahrhunderte bewohnt wurde und jetzt besucht werden kann. Hier, in der unmittelbaren Nähe der Höhle ist der Fluss sehr breit, kraftvoll und energiegeladen. Er ist noch ganz sauber und aufgeladen von der Energie des Himalaya. Große Felsbrocken liegen an den Ufern.

An einem nebligen Sonntag-Morgen brachte mich ein Taxi vom Ashram durch das sehr lebendige Rishikesh in ca. 45 min zu der Höhle und zum Ganges. Auf dem Weg lichtete sich der Nebel, die Sonne strahlte vom Himmel und mein Fahrer hatte die Geduld der Inder und wartete auf mich. Dort setzte ich mich auf einen der großen Felsen am Ufer, verband mich meditativ mit der Natur und dem Fluss und es durfte eine Essenz entstehen. Als die Essenz fertig und abgefüllt war, dankte ich für das Geschenk und wir fuhren am Fluss zurück zur Stadt. Der Fluss wird immer breiter, Sandbänke bilden sich.
Rishikesh hat viele Tempel und Ashrams (Klöster) und Straßen und Menschen und Märkte und Abfall. Vieles davon geht einfach in den Fluss. Die Reinheit der Berge konnte ich nicht mehr fühlen, aber die kraftvolle Energie des Flusses bleibt erhalten. Hinter Rishikesh wird der Ganges gestaut und ist dann nur noch ein Rinnsal in einem steinigen Bett. Später auf dem Weg durch die Ebene wird er wieder breit und energiereich, überspannt von vielen Brücken, bis nach Delhi und weiter bis
Mutter Ganga des Meer erreicht.


Ganges - der heilige Fluss, Lebensader seit Jahrtausenden!